Wellenlänge

Sommer, Sonne, Sonnenschein… ich will mich ja gar nicht beschweren aber es ist der Tage etwas gar heiß, findet ihr nicht? 

Könnte allerdings auch an meiner Wiener Mentalität liegen, dass ich grundsätzlich nie so recht zufrieden mit dem Wetter bin.

Wobei… bei meinem Shooting mit Dajana und Dominik war’s eigentlich mehr als perfekt… nicht nur das Wetter sondern auch die beiden.

 

Dajana hatte mir bereits im Jänner diesen Jahres eine E-Mail bezüglich ihrer Hochzeit 2018 geschrieben – eine derart entzückende E-Mail übrigens, dass ich mitten in meinem Urlaub einen ganzen Roman zurückmailen musste.

Ein paar Tage später folgt ein stundenlanges Telefonat - so eines, bei dem das Handy nach einer gewissen Minutenanzahl beschließt aufzulegen - kennt ihr?

Dann wisst ihr vermutlich auch WIE lange wir über Gott und die Welt gequatscht haben.

Und natürlich über Dajanas bevorstehende Hochzeit mit ihrem heißgeliebten Dominik.

 

Wiederum einige Wochen später treffe ich die beiden persönlich und natüüürlich vergeht auch hier die Zeit wie im Flug – Wellenlänge und so.

 

Ein Thema, das immer wieder aufkommt ist, dass sich die beiden nicht sonderlich wohl vor einer Kamera fühlen. Beide liefern sie mir x Gründe warum es eigentlich gänzlich unmöglich ist, sie zu fotografieren – angefangen bei dem Klassiker, dass sie ja „ach so unfotogen“ wären.

 

Moment… ich korrigiere: Dajana kommt mit „Gesichtsfotos“ eigentlich ganz gut klar aber ansonsten sollte möglichst nichts zu sehen sein. Dominik ist laut Dajana durchaus fotogen – der Meinung ist ER wiederum gar nicht.

Es sei denn, er blickt unheimlich stoisch drein – damit kann er leben.

Noch besser kann er mit Fotos auf denen er Sonnenbrille trägt (also nicht zu erkennen ist). 

Im Grunde sehen sie beide meist doof aus, erst recht auf gemeinsamen Bildern; wenn sie Lachen oder Lächeln… näää, wollen sie beide eigentlich nicht so recht weil ____________ hier bitte weitere fadenscheinige Gründe einsetzen.  

 

Ein Paarshooting für die Hochzeitseinladungen soll es aber irgendwie trotzdem geben.

Bis es dann E-N-D-L-I-CH zu selbigem kommt, sollen einige Monate, etliche Telefonate und abertausende Chats vergehen… das Wetter will einfach nie so wie wir (da haben wir’s wieder!).

 

„Oh Gott, Pia, es ist sooo heiß.“, schreibt mir Dajana am Tag unseres Shootings.

Praktischer Weise haben wir als Location ein wunderbares Fleckchen direkt an der Donau erwählt.

Ich für meinen Teil stürze mich für die perfekte Perspektive ja gerne mal in diverse Gewässer, somit ist mir die Hitze ausnahmsweise ziemlich egal.

 

„Ihr könnt dann gerne MIT MIR in die Donau.“, antworte ich und… wahrhaftig – das machen sie auch.   

 

Bevor es aber dazu kommt, muss eine Sache dringlichst geklärt werden…

 

„In Gottes Namen!!!“, poltere ich (liebevoll!) nachdem die beiden schon wiiieder damit anfangen, „Es geht hier um EUCH, um eure Beziehung, darum, wie ihr miteinander seid, wie sehr ihr euch liebt und NICHT darum, was alles NICHT an und mit euch stimmt.“

 

So, das hat gesessen… und ist allem Anschein nach sogar recht wirkungsvoll.

 

Mit einem Schlag ist es kein Problem mehr, zu zweit vor der Kamera zu stehen; keine Rede von stoischer Mimik, Sonnenbrillen, „Gesichtsportrait only“… die beiden sind einfach nur so, wie ich sie kennengelernt habe: hinreißend, verliebt, wundervoll und für jeden Blödsinn zu haben.

 

Auch dafür in der Donau rumzustehen…  Wellenlänge und so.

 

             

 

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Hochzeitsfotografie aus Wien. Echte Emotionen, liebevolle und einzigartige Momente, natürliche Farben - eure Erinnerungen. Pia Morpurgo | Photography 

© Pia Morpurgo

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